Vortrag über Islam


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Die Pfarreiengemeinschaft Wernberg-Köblitz hatte Franz Spichtinger am 12. April zu einem Vortrag in das Pfarrheim St. Josef eingeladen. Die Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Schlögl begrüßte den Referenten, auch syrische Flüchtlinge und viele Interessierte zu dem Vortrag: Der Islam steht vor großen Herausforderungen.

„Der Islam ist eine große Religion, der man mit Respekt begegnen muss – wie jeder anderen Religion auch“, damit eröffnete Franz Spichtinger seine Ausführungen über den Islam, der weltweit weit über einer Milliarde Gläubiger religiöse Heimat biete. Der Islam sei eine monotheistische Religion. Muslime glauben an Allah. Beten, fasten, pilgern und den Armen helfen gehöre zum Glaubensalltag.

„Die islamischen Kulturen können der Menschheit viel geben.“ Die Lösung der fragwürdigen Einheit zwischen Religion und Politik durch die islamischen Völker wäre aber zunächst vordringlich und bedürfe wohl pragmatischer Mittel. Der Islam habe seine innerislamischen Probleme selber zu lösen.

„Die islamischen Kulturen werden sicher nur dann eine Zukunft haben, wenn die Demokratiebestrebungen siegen und wenn sich der Islam Reformen öffnen.“ Von welchen Ordnungsvorstellungen aus Religion, Kultur und Tradition die Menschen im islamischen Machtbereich geleitet würden, sei derzeit jedoch nicht abzusehen. Hinzu komme, ob die islamischen Eliten im 21. Jahrhundert Koexistenz bejahen würden oder ob sie sich in gegenseitiger Abgrenzung und Furchtsamkeit gegeneinander aufreiben.

Franz Spichtinger verwies auf die große Gerechtigkeits-und Friedensliebe des Islam, aber auch auf die Fehlentwicklungen, die nunmehr weltweit offenkundig seien. Im Zusammenleben der verschiedenen Religionen würden die Freiheitsrechte anderer Religionen oft genug noch missachtet. Wenn Despoten und Terroristen aus islamischen Kulturen Christen verfolgen, vertreiben und töten, sei dies eine Schande und auch ein Aufruf an die Weltgemeinschaft. Dagegen zumindest zu protestieren, sei auch eine Erwartung an die islamische Umma.

Islamische Länder seien die rückschrittlichsten der Welt, wenn es um die Gleichberechtigung der Geschlechter ginge. Der Islam suche Heimat in Europa. „Das bedeutet, dass man unbedingt bedacht, nüchtern und wahrhaftig die kulturellen Unterschiede sehen muss.“ Im säkularen Europa könnten unterschiedliche Religionen zumindest im ethischen Bereich eine Weggemeinschaft bilden und Mauern überspringen. Patentrezepte im Umgang gebe es nicht, hier seien allseits Dialog und Toleranz gefordert. „Unstrittige Differenzen mit islamischen Vorstellungen kann man in schwierigen Zeiten nur in konstruktivem Miteinander und in sachlicher Klarheit debattieren.“

Nicht nur wirtschaftliche und soziale Fragen würden künftig in Europa in den Auseinandersetzungen dominieren, sondern vor allem auch die gravierende Unterschiede in den kulturellen und religiösen Haltungen der Bürger. „Wir stehen im 21. Jahrhundert in Europa vor Problemen mit historischen Ausmaßen, die es für die neuen Generationen zu bewältigen gilt.“

Aus den interessierten Zuhörern ergab sich noch eine Diskussionsrunde, welche zur Vertiefung des Vorgetragenen beitrug.

Abschließend bedankte sich Maria Schlögl bei Franz Spichtinger für den sehr interessanten Vortrag und überreichte ihm ein kleines Präsent.

 

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