Radltour zur Wallfahrtskirche in Söllitz


Foto: Maria Schlögl

Der Frauenbund Oberköblitz hatte zur Radltour nach Söllitz eingeladen. Bis zum gemeinsamen Treffen auf dem Marktplatz hatte es noch etwas geregnet, jedoch pünktlich zur Abfahrt hatten sich die Regenwolken verzogen. Einige Radlerinnen und zwei Kinder hatten sich auf den Weg über Schiltern nach Söllitz gemacht. In Söllitz begrüßte Josef Eimer die Gruppe, zu welcher sich zwischenzeitlich auch noch einige Autofahrerinnen dazu gesellt hatten. Josef Eimer erläuterte die Geschichte der exponierten Lage der Kirche und auch die Geschichte der Wallfahrt zum Heiligtum der Gottesmutter und der 14 Hl. Nothelfer. „Es ist inzwischen die vierte Kirche an diesem Platz“, so Josef Eimer. Die Verehrung der 14 Hl. Nothelfer zu Söllitz reicht zurück bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts. Hans J. Utz nennt in seinem Buch „Wallfahrten im Bistum Regensburg“ das Jahr 1440. Urkundlich erwähnt wird ein Nothelferkirchlein Söllitz im Jahre 1508. 1723 wurde dieses Kirchlein wegen Baufälligkeit und auch, weil es viel zu klein geworden war, abgerissen und bereits am 24.07.1732 wurde die neue Kirche konsekriert. Aus den alten Rechnungen und unzähligen Votivtafeln kann bezeugt werden, dass von Anfang an auch dieses neue Heiligtum eine Zufluchtsstätte wurde. Viele Wallfahrer kamen aus nah und fern nach Söllitz, auch aus dem Böhmerland. 1871 wurde der Turm durch einen Blitzstrahl entzündet, so dass die Kirche bis auf die nackten Mauern abbrannte. Aus der brennenden Kirche wurden das alte Mariengnadenbild und das Abbild des Gnadenbild von Neukirchen b. Hl. Blut, vier lebensgroße Holzplastiken (Apollonia, Barbara, Katharina und Ursula) sowie einige Votivbilder gerettet. Namenlos war das Leid der Söllitzer und der ganzen Umgebung. Die Söllitzer machten sich sofort an den Wiederaufbau und bekamen mit Josef Danhauser von Nabburg einen tüchtigen Baumeister, so dass bereits im März 1878 zum ersten Mal wieder Gottesdienst gehalten wurde. Aus verschiedensten Kirchen stammt die Innenausstattung der Kirche. So ist beispielhaft der Kreuzweg aus der Kirche in Schnaittenbach und die schöne Orgel wurde von Georg und Paul Hösl vom Schilterhof gespendet. Im Jahr 2004 wurde die Kirche bei einem Tiefflug durch einen Kampfjet der Bundeswehr stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass wiederum umfangreiche Reparaturarbeiten erforderlich waren. Heute erstrahlt die Kirche in vollem Glanz.

Foto: Maria Schlögl

Abschließend beteten die Anwesenden ein Gebet und sangen ein Marienlied. Maria Schlögl dankte Herrn Josef Eimer für die vielen Informationen und die Zeit, die er dafür aufgewendet hat. „Wir haben durch Sie wieder ein schönes Stück unserer Heimat näher kennengelernt“, so Maria Schlögl. Nach der Einkehr bei Kaffee und Kuchen machte sich die Gruppe bei schönem, warmen Wetter wieder auf den Heimweg.

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